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7.9.-9.10.2011 Japanisch-österreichische Freundschaftsausstellung

Koto Klänge zaubern japanische Atmosphäre (Foto: Landesgalerie)„Hier ist dort – dieser andre Ort“ findet in der Landesgalerie Burgenland statt und ist ein Ausstellungsprojekt, in dem die Vertreterinnen zweier unterschiedlicher Kulturen in Dialog treten, ein Wechselspiel an Anregungen und des aufeinander Reagierens.

Auch in der Wahrnehmung der Unterschiede liegt ein Fokus der Ausstellung, charakterisiert sich doch die japanische Kunst stark durch Verbindungen mit der Natur, der Reduktion sowohl in der Farbe als auch der Forum und in einer großen Sensibilität für Materialien, besonders für Papier.
Toshifumi Harada malt zarte Bilder auf das Perlmutt der Muscheln (Foto: Landesgalerie)„Aisthesis“ bedeutet „Wahrnehmung“ – ein Basisbegriff für Kunst. Von Seiten der ProduzentInnen ist Wahrnehmung eine Quelle, ein Ausgangspunkt für ihr Gestalten. Sie ereignet sich nicht voraussetzungslos, sondern ist geprägt von Kultur, Tradition, Gesellschaft, Geschichte. Auch für die RezipientInnen spielt Wahrnehmung, die von einem bestimmten Vorverständnis geprägt ist, eine wesentliche Rolle. Die künstlerische Arbeit lenkt die Wahrnehmung in eine spezifische Richtung - sie fordert heraus, irritiert, überrascht, schärft den Blick.
Bereits seit 15 Jahren besteht ein regelmäßiger künstlerischer Austausch zwischen Kurashiki in Japan und Österreich. Die Austellung „Hier ist dort – dieser andere Ort“ – wurde von Ilse Gewolf und Eva Maltrovsky kuratiert und steht unter dem Ehrenschutz der japanischen Botschaft.

 

Die japanischen und österreichischen Künstlerinnen in der Landesgalerie Burgenland (Foto: Landesgalerie)KünstlerInnen

Österreich:

Josef Bernhardt, Ilse Gewolf, Wolfgang Horwath, Sepp Laubner, Andreas Lehner,
Robert Schneider, Franziska Stiegholzer, Hans Wetzelsdorfer

Japan:

Akefuni Chou, Keiji Doi, Toshifumi Harada, Yohko Kawano, Bokudo Mizoguchi,
Kazuyo Suyama, Tothewoods (Fumiyo & Masahiro Moriguchi)

Neu: Kultur für Jugendliche in der Landesgalerie

Die Landesgalerie Burgenland setzt ab Herbst ganz darauf, Jugendliche für Kunst zu begeistern.
Für Schulgruppen wird anlässlich der österreichisch-japanischen Freundschaftsausstellung der Workshop „Hier ist dort – dieser andere Ort“ angeboten, der das Leben in Japan nach der Fukushima-Katastrophe thematisiert. Die Kunst des Origami Faltens findet im Kranich ein Friedenssymbol. Die Kraniche werden zugunsten der Katastrophenopfer in der Langen Nacht der Museen versteigert.

Lange Nacht der Museen

Am 1. Oktober wird im Zuge der Langen Nacht der Museen ein ganz besonderer Japan-Schwerpunkt gesetzt: die Kunst des japanischen Schwertziehens steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie das traditionelle Nationalinstrument Koto. Kalligraphie und Origami werden in Workshops für Kinder und Erwachsene nähergebracht. Mit der Ersteigerung der von SchülerInnen gefalteten Origami-Kranichen als Zeichen des Friedens können die nächtlichen BesucherInnen die Opfer der Atomkatastrophe unterstützen.

Landesgalerie Burgenland, Eisenstadt
7000 Eisenstadt, Esterházyplatz 5
vis á vis Schloss Esterházy, ehem. Stallungen
Tel./Fax:+43(0)2682-64810
www.landesgalerie-burgenland.at
Öffnungszeiten:
Di - Sa 9.00 - 17.00 Uhr, So 10.00 - 17.00 Uhr, Mo geschlossen