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Die Salzburger Festspiele
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Salzburg, die Stadt der Festspiele und der TraditionWeltkulturerbe, Mozartkugeln, Festspiele, Mozart, Karajan und Salzburger Nockerl… so unterschiedlich kann die Sichtweise von Salzburg sein. Max Reinhardt, der Hauptinitiator der Salzburger Festspiele stellt bereits 1920 fest: „Die Atmosphäre von Salzburg ist durchdrungen von Schönheit, Spiel und Kunst …“ – und diese Aussage stimmt auch heute noch. Trotzdem muss man nicht unbedingt zur High Society gehören, um Salzburg zu schätzen, zu lieben und immer wieder zu besuchen. Sie bietet einfach für jeden Geschmack wunderschöne Momente ….

Die Geschichte

Bereits in der Jungsteinzeit beginnt die erste Besiedelung: am Hellbrunner Berg, am Kapuzinerberg und dem Rainberg lassen sich Spuren menschlicher Besiedelung nachweisen. In der Bronzezeit schürfen die Illyrer hier nach dem begehrtesten Metall der Epoche: Kupfer und in Hallstadt im Salzkammergut wurde in der Älteren Eisenzeit bereits Salz, das Gold der damaligen Zeit abgebaut. Mit dem Ausklingen der SalzburgHallstattzeit um 500 v.Chr. dringen die Kelten in dieses Gebiet vor und unterwerfen die Illyrer. Die La-Tène-Zeit bringt den Salzhandel richtig zum Blühen. Wahrscheinlich war der Zentrum dafür bereits die Stadt Juvavum, das an der Stelle des heutigen Salzburg lag und möglicherweise nach einer keltischen Gottheit benannt wurde.
14 v. Chr. kommen die Römer in das Gebiet, gründen die Provinz Noricum und Juvavum behält seinen Namen und wird unter Kaiser Claudius zur Stadt erhoben. Die alte Keltenstadt gewinnt unter dem Einfluss der Römer noch größere Bedeutung. Juvavum wird zum Municipium und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. 171 zerstören Markomannen und Quaden die Stadt fast zur Gänze, sie wird unter Septimius Severus aber größtenteils wieder aufgebaut, 241 aber erneut von den Alamannen wieder vernichtet. Unter Salzburg: Aufgang zum KapuzinerbergDiokletian und Konstantin den Großen erlebt die Stadt noch einmal eine Blütezeit, dann ziehen sich die Römer vor den eindringenden Ostgotischen Völkern nach Süden zurück und geben die Provinz Noricum auf. 476 wird Juvavum durch Odoaker eingenommen und geplündert. 696 schenkt Herzog Theodo II. von Bauern Bischof Rupert die Rest der alten Römerstadt, um das Land im Osten und Südosten zu missionieren. Rupertus begründet bzw. erneuert das Kloster St. Peter und gründet das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg. 755 taucht erstmals der Name „Salzpurch“ auf, das am Nonnberg liegt – der Fluss wird bereits als Salzach bezeichnet. Bereits 739 wird Salzburg Salzburg: Brücke über die SalzachBischofssitz und 774 der erste Dom zu Salzburg, ein romanisches Bauwerk geweiht. 798 erhört Papst Leo III. die Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen und erhebt die Stadt zum Erzbistum. Zu Salzburg gehört nun fast das gesamte altbairische Stammesgebiet, damals Niederbayern, Oberbayern, Oberpfalz sowie ein Großteil von Österreich.
Erzbischof Eberhard I. stellt sich im Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst auf die Seite des Papstes und verliert Reichenhall an Bayern, das kaiserlich ist. 1166 verhängt Friedrich Barbarossa die Reichsacht über Salzburg, da Erzbischof Konrad II. von Babenberg ohne kaiserliche Belehnung seine Herrschaft über Salzburg antrat und Papst Alexander III. und nicht denSalzburg kaiserlichen Gegenpapst unterstützte. 1168 wird die Stadt im Auftrag des Kaisers zur Strafe niedergebrannt: der Dom und sechs Kirchen werden zersört. 1181 beginnt Konrad III. von Wittelsbach mit dem Wiederaufbau des Doms (Konradinischer Dom). Dieses Bauwerk besaß fünf Türme, gehörte zu den größten und bedeutendsten Kirchen nördlich der Alpen und war größer als der heutige Dom.
Unter der Herrschaft von Erzbischof Eberhard II. gelingt es diesen mit Klugheit und Diplomatie ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. Stadt und Land erleben eine drei Jahrhunderte dauernde wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Die neue Stadtbrücke wird gebaut, Brauereien siedeln sich in der Stadt an, die Franziskanerkirche wird erbaut. 1275 wird Salzburgs westliche Grenze (Rupertigau) zum Chiemgau durch den Landshuter Herzog bestätigt – der Einfluss von Salzburg Salzburg: Detailwächst. Haupteinnahmequelle von Stadt und Land sind der Bergbau und der Handel vor allem mit dem „weißen Gold“ – dem Salz. Dieses garantiert bis in die Zeit des Hochbarocks den Reichtum der Residenzstadt.
1322 kämpft Salzburg an der Seite der Habsburger gegen Bayern und verfeindet sich so mit dem ursprünglichen Mutterland Bayer. 1328 wird eine eigene Landesordnung durch den Erzbischof erlassen, Salzburg wird zu einem weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.
1525 kommt es während des Deutschen Bauerkrieges auch zu einem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg. Die Festung Hohensalzburg wird belagert. Erzbischof Matthäus Lang von Wellenburg, der frühere Kanzler von Kaiser Maximilian I. wird erst nach drei Monaten von Söldnertruppen befreit. 1541 stirbt Theophrastus Paracelsus von Hohenheim in Salzburg und wird auf dem Friedhof zu St. Sebastian begraben.
Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau gestaltet zu Beginn des 17. Jh. die Stadt neu: es soll ein „Klein Blick über Salzburg: Dom und FranziskanerkircheRom“ werden: er lässt das gotische Viertel und den, durch einen Brand 1598 schwer beschädigten Dom abreißen. Als Baumeister wurde zuerst Vincenzo Scamozzi berufen, der durch den Nachfolger von Wolf Dietrichs abgelöst und vom Schweizer Meister Santino Solari ersetzt wird, der den Dom auch 1628 bis auf die Türme fertig stellt. Die Domtürme wurden erst 1655 vollendet.
Durch eine kluge und vorsichtige Neutralitätspolitik gelingt es dann Paris von Lodron Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten.
Ein großer Teil der Salzburger Bevölkerung war dem Protestantismus gegenüber sehr aufgeschlossen, das führte 1590 zur Ausweisung fast aller protestantischen Familien. Oft mussten Kinder, auch Säuglinge Salzburg: Die Pferdeschwemmezurückgelassen werden, die dann unter katholischen Familien verlost wurden. 1731 wurde von Erzbischof Leopold Anton von Frimian das Emigrationspatent angeordnet, das eine weitere Ausweisung von 20.000 Salzburger Protestanten vorsah, die allerdings kaum mehr Bewohner der Stadt traf, da damals so gut wie keine mehr in Salzburg lebten. Später wird Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung, das Schulwesen wird nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschaftler und Künstler nach Salzburg gerufen.
In den Napoleonischen Kriegen wird das Erzbistum aufgehoben und in eine weltliche Herrschaft 1803 Die vielen Kirchen von Salzburgumgewandelt, 1805 kommt es zu Österreich, 1810 wird es ein Teil von Bayern. Nach dem Wiener Kongress fällt Salzburg 1816 dann wieder an Österreich zurück und wird zum größten Teil an das heutige Oberösterreich angegliedert, der Landesname Salzburg verschwindet von der Landkarte und Salzburg wird zu einer kaum beachteten Kreisstadt. Erst 1850 wird Salzburg zur Hauptstadt des Kronlandes Salzburg.
1917, kurz vor Beendigung des Ersten Weltkrieges, wird die „Salzburger Festspielhausgemeinde“ gegründet und 1920 wird vor dem Dom der erste „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal aufgeführt, 1925-1926 wird die ehemalige Hofreitschule der Residenz zu heutigen Kleinen Festspielhaus umgebaut.
Salzburg1938 erfolgt der „Anschluss“ Österreichs durch den Einmarsch von Adolf Hitler, Salzburg wird Reichsgau, am Residenzplatz werden Bücher verbrannt, am 9. November wird in der „Reichskristallnacht“ auch die Salzburger Synagoge entweiht und erheblich beschädigt. Am 4. Mai 1945 wird die Stadt kampflos den Amerikaner übergeben, die in Salzburg ihr Hauptquartier errichten. Am 11. August 1945 findet die erste Nachkriegsvorstellung der Salzburger Festspiele statt. 1963 wird das umgebaute Kleine Festspielhaus wieder eröffnet, das dann 2007 als „Haus für Mozart“ neu gestaltet wird.
Zu den traditionsreichen Sommerfestspielen gesellen sich die Osterfestspiele und die Salzburger Pfingstfestspiele sowie viele andere kulturelle Highlights.

 



 
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