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9.11.2011-26.2.2012: Die große René Magritte-Schau in der Albertina

René MagritteAll jenen, die Interesse für den Surrealismus hegen und sich natürlich auch für René Magritte interessieren sei diese Ausstellung wärmstens ans Herz gelegt.  In den Kahn Galleries der Albertina werden bis 26. Februar 2012 150 Gemälde und Zeichnungen und 117 Werke aus anderen Medien wie Plakat, Film Skulptur, Bücher etc – eine Ausstellung der Tate Liverpool in Kooperation mit der Albertina gezeigt.

Magritte: Die große FamilieDie Schau ist wirklich beeindruckend. Magritte war es sowieso; beeinflusste er mit seiner Kunst die Konzeptkunst wie auch die Pop Art der 60er Jahre. Die Ausstellung folgt in 13 Kapiteln der chronologischen wie inhaltlichen Entwicklung seiner Kunst: beginnend mit den vom Film und dem Collage-Prinzip inspirierten Magritte: Der Pilgerklassischen surrealistischen Bildern der 20er und 30er Jahre, über Experimente wie seine Renoir-Periode und Période vache der Nachkriegszeit, bis hin zu seinem Spätwerk mit den geheimnisvollen Tag-und-Nacht-Bildern der berühmten Serie Das Reich der Lichter sowie den anonymen Porträts Melone tragender Männer.
„Surrealist sein bedeutet, das längst Geschehene aus dem Kopf zu verbannen und das noch die Geschehene zu suchen.“
René Magritte

Magritte: Die LiebendenMagritte wurde am 21. November 1898 in Lessines in Belgien geboren, bereits 1910 begann er zu Malen und zu Zeichnen. Seine Mutter nahm sich 1912 aus unbekannten Gründen das Leben, in dem sie sich von einer Brücke in einen Fluss stürzte, ein traumatisches Ereignis für den jungen Magritte – die Darstellungsweise der verhüllten Gesichter in seinen Bildern könnte ein Ausdruck dieses Dramas sein. Nach diesem Unglück zog der Vater Magritte: Fantomasmit seinen drei Söhnen nach Charleroi, wo René das Gymnasium besuchte, aber auch für die Welt der Fantômas-Romane begeisterte.
1913 lernte er Georgette Berger kennen, die er 1922 heiratete. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Arbeiten, impressionistisch geprägt. 1916 bis 1918 studierte er an der Brüsseler Akademie der schönen Künste und experimentierte während dieser Zeit mit einem kubistisch-futuristischen Stil.
Allerdings konnte Magritte lange Zeit nicht von seiner Malkunst leben, Er verdiente seinen Lohn als Musterzeichner in einer Magritte: WerbeplakateTapetenfabrik oder als Plakat- und Werbezeichner, erst 1923 konnte er sein erstes Bild, das Porträt der Sängerin Evelyne Brélia verkaufen, 1926 hatte er einen Vertrag mit der Galerie „Le Centaure“, 1927 die erste Einzelausstellung mit vorwiegend abstrakten Bildern. In diesem Jahr zog er in die Nähe von Paris, wo er mit André Breton und den anderen französischen Surrealisten in Kontakt kam. 1938 war er mit einigen seiner Werke in der Exposition Internationale du Surréalisme vertreten.
Magritte: Die klaren IdeenSpäter war Magritte nicht nur als Maler tätig: er arbeitete als Redakteur in mehreren Zeitschriften und Zeitungen, drehte mehrere Kurzfilme, engagierte sich politisch in der Kommunistischen Partei Belgiens und hielt Vorträge über seine Arbeiten.
René Magritte starb am 15. August 1967 in seiner Wohnung an Krebs. Sein letztes Bild blieb unvollendet bis zum Tod seiner Frau 1896 auf der Staffelei stehen.
Magritte: GolcondaDer Surrealismus versuchte herkömmliche Erfahrung-, Denkmuster und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit mit Traum zu vermischen. Magritte malte zwar naturalistische Darstellungen von Gegenständen, entfremdete sie aber dann durch eine ungewöhnliche Zusammenstellung.
Berühmt sind auch seine Sprachbilder. So meinte er „Es gibt wenig Beziehungen zwischen einem Gegenstand und dem Bild, das ihn darstellt.“ Aus diesem Grundsatz entwickelte er 1929 seine berühmte Bildidee „Der Verrat der Bilder. Ceci n’est pas une pipe Magritte: Bemalte Flaschen(Das ist keine Pfeife)“ – Dazu meinte Magritte: „Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen.“ Welche inhaltliche Verbindung besteht also überhaupt zwischen dem realen Objekt und seiner bildlichen Darstellung?
Magritte: Dies ist kein ApfelMagritte benutzt immer wieder kehrende Objekte, wie zum Beispiel den Apfel, die genannte Pfeife, die Melone, einen Vorhang, die Taube, den blauen Himmel mit weißen Wolken, das Ei, einen Löwen, einen Fesselballon oder Menschen mit einem Tuch vor dem Gesicht. Die meisten dieser Motive scheinen mit Kindheitserinnerungen verbunden wie die tot aufgefundene Mutter mit einem Nachthemd über dem Kopf oder der Fesselballon der auf das Elternhaus abstürzte.
„Das Mysterium ist das Höchste. Es beruhigt zu wissen, dass es ein Mysterium gibt, Es beruhigt zu wissen, dass es mehr gibt, als man weiß.“  René Magritte.
Magritte: Wem die Stunde schlägt

Albertina

1010 Wien, Albertinaplatz 1
Tel: +43 1 534 83 – 0
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.albertina.at


Außerdem möchten wir Sie auf die speziellen Kinderprogramme hinweisen, die die Albertina auch zu dieser Ausstellung wieder vorbereitet hat. Genauere Info unter Unterwegs mit Kindern in Österreich und auf der Albertina Website.

 

 
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Datum 01.05.11
Uhrzeit 11:40
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