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Mikulov

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Mikulov
Der historische Stadtplatz
Die Dietrichsteiner Gruft
Das Schloss
Das jüdische Viertel
Die Kirchen
Der Burgberg und die Turold Höhle
Der Wein
Anreise nach Mikulov
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Geschichte:

Das Gebiet um Mikulov gehört zu den am längsten besiedelten Gebieten. Das fruchtbare Thayatal bot den Menschen genügend Früchte zum Überleben. Die Kalksteinklippe war ein ausgezeichnetes Orientierungszeichen, aber auch ein hervorragender Aussichtspunkt, von dem man ziehende Mammutherden auf ihren Weg verfolgen konnte, ebenso wie man dadurch vor heran nahenden Feinden rechtzeitig gewarnt war. Die ersten Funde zeugen von paläolithischen Ansiedlungen auf den Abhängen der Palauer Berge über den Gemeinden Pavlov und Dolní Věstonice. Von hier stammt auch die berühmteste Entdeckung: eine kleine Tonstatuette – die Venus von Věstonice, die an die dreißigtausend Jahre alt sein dürfte.
Das Schloss von MikulovVor etwa achttausend Jahren wurden die Jäger von Landarbeitern abgelöst, die aus Vorderasien über den Balkan bis nach Mitteleuropa kamen, und entlang der Flüsse die ersten festen Häuser bauten. Sie beherrschten die Kunst der Herstellung keramischer Gefäße und die Weberei.
Zweitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung begann man mit der Herstellung von Bronze – dies bedeutete für die Menschen bessere Werkzeuge, Waffen, aber auch Schmuck. Im achten Jahrhundert v.Chr. wurde Bronze durch Eisen ersetzt und der Handel begann für das Gebiet um Mikulov wichtig zu werden, denn hier kreuzten sich zwei der damals wichtigsten Handelsstrassen: der Donau- und der Bernstein-Handelsweg. Auf diesen Strecken kamen aus dem Süden Metallgefäße, Textilien und wahrscheinlich auch der Wein, vom Norden her brachte man Bernstein und Leder.
In der Gegend des heutigen Mährens wechselten in kurzer Zeit mehrere Völker. Vierhundert Jahre lang, bis zum Anfang unserer Zeitrechnung lebten hier die Kelten, geübte Schmiede und Händler, die als Erste mit Münzen bezahlten. Sie wurden von den Römern verdrängt, die anschließend den Germanen weichen mussten, die drei Jahrhunderte mit den Römern kämpfen und handelten, bis der Zerfall des römischen Reiches und die Völkerwanderung die ersten slawischen Stämme im sechsten Jahrhundert ins Land brachten. Erste Ansiedlungen entstehen wieder entlang der Flussläufe. Hölzerne Häuser mit Strohdächern und mit Lehm beschmierten Wänden. Archäologen entdeckten Siedlungen in Mušov, Pavlov und in Pohansko bei Břeclav. Im 9.Jh. entsteht mit dem Großmährischen Reich das erste Staatsgebilde. Die befestigten Burgstätten werden zu Verwaltungszentren. 906 endet das Großmährische Reich und das Gebiet wird Bestandteil des Böhmischen Reiches der Přemislyden.Die Weinauswahl
König Otakar II gilt als Begründer der Burg, die 1249 an die Liechtensteiner als Lehen übergeben wurde. Die ursprüngliche Siedlung lag in der Nähe der heutigen Česká-Straße. Das heutige Stadtzentrum unter dem Schlossberg entstand erst durch die Kolonisierung im 13.Jahrhundert.1279 erhielt die Stadt das Privileg Wochenmärkte abzuhalten, der Marktplatz wurde die trichterförmige aufgeweitete Straße genutzt, die sich im südlichen Teil des heutigen Marktplatzes befand und bis zur jetzigen Videňská-Straße reichte. Die Häuser der Stadt waren damals aus Holz, und wurden rund um den Marktplatz gebaut. 1584 zerstörte ein großes Feuer die Stadt – der Grundriss des heutigen Stadtplatzes mit der Kirche Sankt Wenzel im Norden Statue Dietrichsteinentstand in der Zeit des Wiederaufbaues. Man wollte einen Paradeplatz auf dem Weg zum Schloss mit repräsentativen Bürgerhäusern, dem Rathaus und der Loretokirche St.Anna schaffen. Um die Feuergefahr einzudämmen wurden bei den neuen Bauten nur mehr Ziegel  verwendet. Die ältesten Häuser am Stadtplatz haben einen Renaissancekern und stammen aus dieser Zeit. Die ursprüngliche Planung sah offenbar einen Laubengang um den ganzen Platz vor, der allerdings  nur bei der Häuserfront auf der Seite des Schlossberges umgesetzt wurde. Heute steht der mittelalterliche Stadtkern von Mikulov unter Denkmalschutz.



 
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Datum 01.05.11
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