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Rožnov pod Radhoštěm

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Rožnov pod Radhoštěm
Das Holzstädtchen
Das Walachische Dorf
Das Mühlental
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Das Herz der Walachei.

Roznov - das FreilichtmuseumRožnov, bereits zur Zeit der ersten landwirtschaftlichen Kolonisation im 13.Jahrhundert gegründet, spiegelt im Kleinen die Besiedelungsgeschichte der Walachei wieder. Im 16.Jahrhundert entstanden um die Stadt und in den Bergen Streusiedlungen und auf den Bergen oberhalb von Rožnov (auf den Anhöhen Berg Radhošt’, Bača und Černá) breiteten sich Sennhütten und die Weidewirtschaften der Walachen aus.
Auch im 20.Jht. zählte das alte hölzerne Städtchen nur an die 3.000 Einwohner, man behielt seine alten Lebensweisen bei – die Armut in der Gegend war hoch.Die Statue des Radhost'
In dieser Zeit jedoch setzte die Wandlung des Städtchens zu einem berühmten Kurort ein: Lungenkranke Patienten aus ganz Mitteleuropa kamen hierher, um in dem ausgezeichneten Klima und durch die aus Schafmilch gewonnene Molke Heilung zu finden. Die Senner begaben sich täglich nach der Verarbeitung der gewonnen Milch nach Mitternacht ins Tal, auf ihren Rücken oft 10-20 Liter Molke, um sie dann im Morgengrauen in Rožnov an die Kurgäste zu verkaufen. Diese spazierten mit ihrem Kurbecher voller überkochter Molke durch den Park und atmeten die harzig feuchte Luft ein. Bedeutende Persönlichkeiten, wie Sigmund Freud oder Gregor Mendel besuchten die Stadt.
Es entstand ein weitläufiger Kurpark mit Kurheim und die Bewohner begannen Ihre alten Holzhäuser niederzureißen und sie durch gemauerte Bauten zu ersetzten.  Ein Stück alte Kultur begann zu schwinden und für immer verloren zu gehen.

Das Freilichtmuseum – Valašské Muzeum v Přírodě

Walachisches DorfDie Idee ein Freilichtmuseum zu gründen und so die wertvollen Bauten zu erhalten, entstand in den Köpfen der Brüder Jaroněk. Sie stammten aus Malenovice bei Zlín, besonders Bohumir war von den walachischen Holzhäusern bereits von Jugend an beeindruckt. 1895 besuchte er die ethnographische Ausstellung in Prag, deren Herzstück das „Ausstellungsdorf“ mit ihrer walachischen Siedlung, einem Projekt des slowakischen Architekten Dušan Jurkovič war. 1909 ließen sich die beiden Brüder in Rožnov nieder. Alois Jaroněk lernte auf einer Reise das gerade neu entstandene Museum in der Stadt Aarhus (Dänemark) und dann das erste und größte Freilichtmuseum der Welt – den Skansen bei Stockholm kennen.
1913 tauchte das erste Projekt für das Museum auf, sogar Geldmittel wurden bereits gewonnen, im Jahre 1911 der Museumsverein gegründet – der Weltkrieg verhinderte aber die weitere Verfolgung der Pläne.Walachisches Dorf

Einige Jahre nach Kriegsende war es aber soweit – die beiden Jaroněks und der Museumsverein nutzten die günstige Atmosphäre der Vorbereitungen auf das erste Folklorefestival in der Walachei im Jahre 1925 und setzten durch, dass diese Festlichkeiten bereits am Areal des neu entstandenem Freilichtmuseums stattfanden, das zu der Zeit aus dem Rathaus und dem Bürgerhaus aus der Mitte des 18.Jhts bestand. Zug um Zug wurde erweitert: das aus dem 16.Jht. stammende Vašek-Gasthaus, eine Kopie der Vogtei aus Velké Karlovice, und eine Holzkirche, die der Kirche aus Větřkovice bei Přibor (im Jahre 1887 ausgebrannt) nachgebaut wird.

Walachisches DorfWesentlicher Grundsatz blieb all die Jahre: „Das Museum muss lebendig und wahrhaft sein.“ Es sollte keine Ansammlung alter lebloser Holzbauten entstehen, sondern ein lebendiges Museum, das das Leben, die Schwierigkeiten, aber auch die Fertigkeiten der damaligen Menschen den Besuchern nahebringt.

Nach dem Holzstädtchen entstand in den 50er Jahren des 20.Jhts das Walachische Dorf. Auf einem Berghang, oberhalb der Stadt entstanden an die 40 Objekte, die alles zeigen, was zu einem richtigen walachischen Dorf dazugehört.

Das dritte Areal – das Mühlental – wurde 1983 erschlossen: Mühlen-, Säge-, Walk- und Das Hammerwerk im MühlentalHammerwerksarbeiten werden hier gezeigt, aber auch die Eingliederung der technischen Objekte in die ländliche Umgebung, vergessene Technologien werden sichtbar gemacht, das volksnahe Schaffen gezeigt, Brauchtum wieder belebt und das gesellschaftliche Leben, der Handel und die Unterhaltung längst vergangener Zeiten rekonstruiert.

Für Essen und Trinken ist gesorgtSo gibt es auf den Gelänge des Freilichtmuseums das ganze Jahr über Veranstaltungen, die – je nach Jahreszeit – Bräuche, Tätigkeiten und auch Feste den Besuchern nahebringen. Für Kinder ist das Museum ebenfalls ein heißer Tipp: nicht nur dass es im Walachischen Dorf jede Mange Tiere gibt (Esel, Kühe, Hühner, Ziege, Schafe...) gibt es im Holzstädtchen zu bestimmten Veranstaltungen ein tolles Kinderprogramm. Dabei wird vom Kinder schminken, über die unterschiedlichsten Bastelein bis zum Weben viel für die jungen Eine kleine WebmeisterinBesucher geboten. Im Mühlental kann man schon mal den Schmied überreden, ein wenig mitzuhelfen und wenn er es nicht erlaubt, findet man vielleicht die Möglichkeit im Walachischen Dorf beim Powidl einkochen zu helfen oder zumindest zu kosten. Das Programm ist unter www.vmp.cz auch in Deutsch abrufbar, ebenso finden Sie dort die Öffnungszeiten und Eintrittspreise.