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Ljubljana

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Ljubljana
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Klein, aber sehr fein, begrüßt die Hauptstadt Sloweniens ihre Besucher. Die Burg, der Markt, die „Drei Brücken“, ihre Kirchen – man muss ins Leben von Ljubljana eintauchen, um die Stadt richtig schätzen zu können. Herausgeputzt und sauber, mit mediterranen, österreichischen und italienischen Flair. „Wer nicht auf der Burg war, hat Ljubljana nicht gesehen“, sagt ein Spruch – dem schließen wir uns an, wobei Sie auch die anderen Sehenswürdigkeiten und vor allem einen Besuch am Markt nicht auslassen sollten.

Die Geschichte:

Ljubljana - Blick auf die StadtWie bei jeder „alten“ Stadt ranken sich Legenden um die Namensgebung und die Entstehung der Stadt. Für den slowenischen Stadtnamen Ljubljana werden drei verschiedene Erklärungen angeführt:
Ljubljena – das „geliebt“ bedeutet oder vom lateinischen Flussnamen „aluviana“. Der deutsche Name Laibach dürfte vom Namen des Flusses abgeleitet sein – die Laibach oder Ljubljanica fließt durch die Stadt. Die Endsilbe „ach“ kommt in vielen deutschen Namen vor und bedeutet Wasser (aha = Wasser oder Gewässer)
Für die Gründung der Stadt Ljubljana sind laut Legende die Argonauten zuständig, die – vom schwarzen Meer kommend – mit dem Goldenen Vlies Richtung Adria flohen. Anstatt auf dem ägäischen Meer Richtung Süden zu lenken, verirrten sich die Argonauten irrtümlicherweise in die Mündung der Donau, wo sie entlang der Sava bis zur Ljuljanica gelangten. An ihrer Quelle bei Vrhnika fanden sie dann einen großen See und das Moor vor. Hier kämpfte Jason mit einem furchtbaren Ungeheuer – dem Drachen von Ljubljana, der heute noch im Stadtwappen auf der Burgspitze zu sehen ist und dessen „Gefährten“ die Drachenbrücke bewachen.
Soweit zu den Legenden, aber auch Archäologen meinen, dass die „Wurzeln“ der Stadt bis zu dreitausend Jahre alt sein könnten.
Die Römer gründeten zu Beginn unserer Zeitrechnung die Stadt Emona an der Stelle von Ljubljana, die bis zu ihrer Zerstörung durch die Hunnen während der Völkerwanderung blühte. Erst im 6.Jahrhundert wurde von den Slawen eine neue Siedlung errichtet. Der Name Laibach wurde ein halbes Jahrtausend später (in der Zeit von 1112 bis 1125) erstmals schriftlich erwähnt, im Jahre 1144 findet sich die Bezeichnung Luwigana. Im 13.Jahrhundert wurde Ljubljana die Hauptstadt des Herzogtums Krain und damit begann auch ihr kultureller Aufschwung. Im Jahre 1335 kam die Stadt unter die Herrschaft der Habsburger, 1461 wurde sie Bischofssitz. Die Habsburger regierten Ljubljana (mit einer Unterbrechung durch Napoléon Bonaparte von 1809-1813 als „Illyrische Provinzen“) bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Aus der Habsburger Zeit stammt auch der „deutsche“ Einfluss auf Stadt, Land und Leute.
Ljubljanas geistliche Entwicklung wurde aber vom Protestantismus ausgelöst: Promož Trubar gab im Jahr 1550 die beiden ersten gedruckten Bücher in slowenischer Sprache heraus: den „Katechismus“ und das „Abecedarium“, Jurij Dalmatin war der Verfasser der ersten slowenischen Bibelübersetzung, die im Jahr 1578 erschien. In der Barockzeit kamen zahlreichen italienische  Künstler nach Ljubljana. Die romanische Kultur wurde durch die Gründung der Academia operosorum Labacensis 1693 gewürdigt, der späteren Akademie der Wissenschaft und Künste. Im Jahre 1701 wurde die Academia philharmonicorum, die Vorläuferin der heutigen Philharmonie ins Leben gerufen. Sie pflegte italienische Musik und gründete ein kleines Orchester – damals eines der ersten außerhalb von Italien. Haydn, Beethoven, Paganini und Brahms waren Mitglieder der philharmonischen Gesellschaft, die Ende des 18.Jhts die Tradition des Orchesters übernahm. Gustav Mahler war in der Saison 1881-82 Dirigent des Orchesters.
Der politische Höhepunkt in der Geschichte der Stadt fand 1821 statt: der Kongress der Heiligen Allianz 1821, bei dem sich alle gekrönten Häupter Europas in Ljubljana versammelten, um die Restauration des vorrevolutionären Europas zu erreichen. Der Einfluss von Ljubljana vergrößerte sich zunehmend. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde Ljubljana zu einer wichtigen Station der neu erbauten Eisenbahnlinie Wien-Triest – nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt zur slowenischen Landeshauptstadt des Königreichs Jugoslawien. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Slowenien eine Republik im föderativen Jugoslawien.
Die letzten Jahre brachten Ljubljana und Slowenien gravierende Änderungen: nach dem Tod Titos erklärte Slowenien nach einem Volksentscheid vom 23. Dezember 1990 am 25.Juni 1991 seine Unabhängigkeit. Ljubljana wurde die Hauptstadt des neuen Staates, der am 1.Mai 2004 der EU beitrat und im Jänner 2007 den Euro einführte.



 

Karte von Ljubljana

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