Zum Hauptinhalt springen

Eva M. Bauer: Brennnesseltage

Ein wunderbarer Roman über harte Tage auf einen Bergbauerhof, eine Bäurin und ihre zwei Söhne.

Eva M. Bauer: Brennnesseltage
Eva M. Bauer
Brennnesseltage
978-3-948065-41-6
Stroux Edition

Es ist ein hartes Leben am Petererhof, hoch über dem Dorf, indem Babette mit ihrem Vater nach dem Tod ihres Bruders lebt und mehr und mehr die Arbeiten vom alternden Bauern übernehmen muss. Schließlich ist der Bauernhof alles was sie haben.

Heiraten sollte sie halt, damit wieder ein Mann auf den Hof kommt. Doch Babette ist schwanger – damit sinkt die Hoffnung einen Gatten zu finden. Ihr Vater wird noch mürrischer, die Arbeit mehr und mit dem Kleinkind ist es fast nicht möglich die Arbeit zu bewältigen.

So gibt sie Simon zu ihrer kinderlosen Schwester Fanny ins Dorf. Simon wächst dort behütet auf, entfernt sich aber mehr und mehr von seiner Mutter.

Eines Tages „verirrt“ sich der Brünner Franz auf den Hof, Babette heiratet, bekommt noch ein Kind. Zuerst sieht es nun nach einer harmonischer Familie aus - auch die Brüder und Simon und die Mutter scheinen sich wieder anzunähern. Doch als der Dorfpfarrer stirbt kommt ein dunkles Geheimnis von Babette ans Licht.

Die Brüder entzweien sich, Simon geht auf Walz und Hannes hilft mehr und mehr am Hof. Doch dann passiert wieder ein Unglück.

Die Brennnessel, die Babette immer wieder erntet, trocknet, an die Hühner verfüttert oder Tee damit macht, geben den Roman nicht nur den Titel. Sie ziehen sich durch das Leben von Babette, das sich wie Brennnessel anfühlen musste, wenn man sie berührte: Sie brennen auf der Haut, wenn man sie falsch anfasst und doch können sie Gutes bewirken.
Lesenswert.


AutorIn des Artikels: