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Günter Neuwirth: Reigen in Triest

Eigentlich waren es ja Romane, in denen Inspector Zabini ermittelte, aber für mich auch immer Krimis. Doch dieses Mal …

Günter Neuwirth: Reigen in Triest
Günter Neuwirth
Reigen in Triest
978-3-8392-8013-3
Gmeiner Verlag

Inspector Bruno Zabini mit seinen unterschiedlichen und zur damaligen Zeit auch teilweise „gefährlichen“ Liebschaften zu verheirateten Frauen und seine Ermittlungen waren für mich immer gelungene Erzählungen, die spannenden Krimi mit leicht „pikanten“ Details bei seinen Liebesgeschichten verbanden.

Beim „Reigen in Triest“ jedoch ist die Gewichtung von Liebes- oder frivolen Reigen in der k.u.k.-Zeit und Krimi- und Verbrechen getauscht.

Die Ehemänner der beiden Geliebten des Inspector sind entweder verschieden oder man hat sich getrennt, Zabini hat sich nun mehr oder weniger auf Luise festgelegt, auch Fedora hat eine neue Liebe gefunden und Carolina, deren Vater von ihrem einstigen Jugendschwarm ermordet wurde, hat sich nun doch für einen standesmäßigen Verehrer entschieden und steht in Begriffe diesen auch bald zu ehelichen.
So treffen drei Paare in Louises Villa in Sinistra ein, um den Sommer, die Liebe und den „Reigen“ höchst freizügig zu feiern. Wobei der Leser, die Leserin an diesen „Feiern“ detailreich Anteil nehmen kann.

Erst im letzten Drittel, vielleicht auch Viertel des Buches entwickelt sich doch wieder eine kleine Kriminalgeschichte. In der Villa der Baronin Luise von Callenhoff wird eingebrochen und die illustre Gesellschaft in Geiselhaft genommen. Schon müssen alle um ihr Leben oder zumindest um ihre Unversehrtheit fürchten, doch dann taucht ein „Schatten“ aus der Vergangenheit zur Rettung auf …

Ich liebe zwar Inspector Zabini, seine Frauengeschichten, deren Freizügigkeit und auch die Beschreibungen von Triest und Umgebung, aber auch die Krimihandlung und das Verbrechen. Und davon hätte ich dieses Mal gerne mehr gehabt …


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