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Mirza Ghasemi – persischer Auberginen-Dip

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Ein Fest für Gemüse“ von Parvin Razavi*

Ich liebe es, verschiedene Rezepte auszuprobieren. Da kam mir das neue Kochbuch von Parvin Razavi (mehr darüber könnt ihr hier lesen: Parvin Razavi: Ein Fest für Gemüse) gerade recht. Orientalische Geschmäcker und Gemüse – endlich weiß ich was ich aus Melanzanin (Melanzani) und Zucchini noch alles machen kann.

Wie immer habe ich mich nicht genau an die Mengenvorgaben gehalten, da ich auch nur eine Melanzani zuhause hatte. Aber ich kann jetzt schon sagen: es schmeckt!

Hier nun aber das Originalrezept:

Zutaten:

2-3 Melanzanin (600-700g), 150g gelbe Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 1 TL Kurkuma, 1 gehäufter EL Paradeisermark, 2 Eier, Saft einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer, Petersilie und Granatapfelkerne zum Dekorieren

Zubereitung:

Ofen auf 220° Heißluft vorheizen. Melanzanin mehrfach mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen 20-30 Minuten (oder bis die Haut verkohlt ist) rösten. Danach zugedeckt ruhen lassen, damit sie sich leichter schälen lassen. Das geschälte Fruchtfleisch fein hacken und in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Während dessen Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Zwiebeln in etwas Olivenöl goldbraun anbraten, Knoblauch, Kurkuma und Paradeisermark hinzufügen und 2 Minuten mitrösten. Melanzanin und 100 ml Wasser einrühren und bei niedriger Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Eier verquirlen und unter die Melanzaninmasse rühren. Unter ständigem Rühren weitere 5 Minuten garen, bis die Eier gestockt sind. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Dip mit gehackter Petersilie und Granatapfelkernen garnieren, dazu Brot servieren

Dieser Dip wird üblicherweise kalt serviert, schmeckt aber auch lauwarm herrlich, Für eine andere Variante werden die Eier wie bei Shakshuka unverquirlt in die Melanzaninmasse geschlagen und nur leicht mit einem Löffel vermischt. Razavis Favorit ist aber die verquirlte Variante. Der fertige Dip hält im Kühlschrank ca. 3 Tage, ohne Ei ist er gut verschlossen rund eine Woche haltbar.

Ich habe ihn lauwarm gegessen – ausgezeichnet und leider war nichts mehr da, was ich noch in den Kühlschrank hätte geben können. Dazu habe ich ein Pfannenbrot gemacht (Rezept hier), das ich dieses Mal auch mit Kurkuma eingefärbt habe. War aber ehrlich gesagt, nicht der große Gewinn.

Petersilie und Granatapfelkerne sind nicht nur zur Deko, sie sind meiner Meinung nach auch wichtig für den Geschmack, genauso wie der Zitronensaft. Er gibt dem Ganzen noch so einen richtigen Frischekick.

*Mit freundlicher Genehmigung des Brandstätter Verlags