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Er liegt am Weg, wenn man das Crystal Valley besucht. Da die gesamte Formation an Orgelpfeifen erinnert, nennt man sie auch Steinorgel (Kamenné varhany).

An einem schönen Tag hat man von der Spitze eine tolle Aussicht nicht nur auf die umliegenden Hügel, sondern auch einen Rundblick auf die Sächsisch-Böhmische Schweiz, das Böhmische Mittelgebirge und das Lausitzer Gebirge.

Der Parkplatz beim Herrenhausfelsen 
Der Parkplatz beim Herrenhausfelsen 

Die Hügel der Umgebung, die man vom Felsen aus wunderbar sieht, sind alle erloschene Vulkane, Millionen Jahre alter Sandstein. Vor 100 Millionen Jahren war hier der Boden eines Kreidemeeres, das mit der Abkühlung der Erde austrocknete. Wahrscheinlich kommt meine Sehnsucht nach dem Meer daher – und in Zeiten der Pandemie vermisse ich es doppelt.

Am Weg zum Herrenhausfelsen 
Am Weg zum Herrenhausfelsen 

Viele der Vulkane kamen anscheinend nicht zum Ausbruch, die unterirdische Lava kam nicht an die Oberfläche, „erstarrte“ im Berg und bildete die Basaltsäulen, die auch lange Zeit als Baumaterialien genutzt wurden.

Der Herrenhausfelsen 
Der Herrenhausfelsen 

Der Panská skála, wie der Herrenhausfelsen auf Tschechisch heißt, liegt knapp 90 Kilometer südostlich von Dresden und 100 Kilometer nördlich von Prag in den Ausläufern der Böhmischen Schweiz. Seit 1960 gelten diese Felsen als Naturdenkmal und damit gilt die Basalterhöhung am Ortsrand von Kamenický Šenov als das älteste nationale Naturdenkmal in Tschechien. Die meisten sind allerdings unterirdisch in den Lausitzer Bergen versteckt.

Von oben gibt es einen wunderbaren Ausblick 
Von oben gibt es einen wunderbaren Ausblick 

Natürlich ranken sich auch Legenden um diesen Felsen: So soll hier einmal ein Schlösschen auf dem Hügel gestanden haben, in dem ein harter, böser Herr und seine mildtätige Frau wohnten. Der Schlossherr war nicht nur geizig, sondern mordete auch mehrere Menschen in der Umgebung und verschrieb seine Seele sogar dem Teufel. Als er dann auch noch seine gute Frau umbrachte, ging das Schloss in einer stürmischen Nacht in Flammen auf und wurde von der Erde verschluckt. Am nächsten Tag konnte man im Abgrund, in dem das Schloss verschwunden war die schwarzen Säulen stehen.

Der Herrenhausfelsen
Der Herrenhausfelsen

Der Herrenhausfelsen war auch in einem beliebten tschechischen Märchen/Fanatsiefilms zu sehen: Pysná princezna (Die stolze Prinzessin) bei der ein als Gärtner verkleideter König, das Herz einer „zugeknöpften“ Prinzessin erobert. Der Film wurde nach Motiven der bekannten Autorin Božena Němcová von Borivoj Zeman gestaltet.

Blick zum Herrenhausfelsen
Blick zum Herrenhausfelsen

Dieser Film ist auch ein Grund, warum viele Besucher zum Herrenhausfelsen kommen, um hier ein Selfie zu schießen.

Herrenhausfelsen 
Herrenhausfelsen 

Bereits am Parkplatz (gebührenpflichtig) sehr ihr, dass in der Umgebung ein besonderer Zugang zu Glas besteht: Glasskulpturen schmücken die Wiese und Werbung wird für eine der bekannten Glasmacherschulen gemacht.

Blick zum Herrenhausfelsen
Blick zum Herrenhausfelsen

Mehr darüber findet ihr auch hier https://www.regionliberec.de/redakce/index.php?xuser=291738058951714594&lanG=de&dr=694, unseren Weg durch das Crystal Valley findet ihr hier.

Der Besuch erfolgte im Rahmen einer Pressereise auf Einladung von Czech Tourism Wien, der Tourismusorganisation der Liberecer Region und des Crystal Valleys.